Donnerstag, 21. Januar 2016

Was kann man am Abend für die Klarträume tun?

Wenn man tagsüber fleißig seinen Bewusstseinszustand hinterfragt und  Reality Checks durchgeführt hat, kann man auch am Abend noch etwas für die Klarheit tun.




Das Betthupferl



Vor dem Zähneputzen kann man für guten Schlaf noch etwas frische Ananas und Bananen essen oder Saft trinken. Das erhöht die Konzentration des schlaffördernden Hormons Melatonin. Der Schlaf wird tiefer, erholsamer und traumreicher.




Meditieren und Visualisieren




Meditation ist eine wunderbare Methode, seine Fortschritte im Klarträumen auszubauen. Meditation am Abend führt ebenfalls dazu, dass mehr Melatonin ausgeschüttet wird. Außerdem trainiert die Meditation den Bereich im Gehirn, der auch für die Klarheit im Traum verantwortlich ist, den sogenannten Präfrontalen Cortex. Deshalb treten auch bei Menschen, die regelmäßig meditieren, häufiger spontane Klarträume auf.
Ähnlich wirkt auch das Visualisieren. Man versucht mit geschlossenen Augen sich intensiv Bilder vorzustellen. Das Gehirn reagiert auf diese Anstrengung, indem es die Stoffe ausschüttet, die für intensive und klare Träume sorgen. Das sind Dopamin, Acetylcholin und Noradrenalin.










Siehe auch:




Serum melatonin levels and antioxidant capacities after consumption of pineapple, orange, or banana by healthy male volunteers
Acute increases in night-time plasma melatonin levels following a period of Meditation
Meditation experience is associated with increased cortical thickness
Interhemispheric EEG coherence in REM sleep and meditation: The lucid dreaming connection.

Mittwoch, 20. Januar 2016

Wie realistisch fühlt sich ein Klartraum an?

Ein Klartraum fühlt sich meistens so realistisch an wie die Wachrealität. Manchmal kommt es so vor, dass einige Sinne etwas weniger ausgeprägt sind als im Wachleben. Andere Klarträumer erleben den Klartraum sogar noch realistischer als die wache Realität. Jeder Klarträumer ist anders.


Der Psychologieprofessor Paul Tholey hat sieben Kriterien für Klarheit im Traum aufgestellt:


1. Klarheit über den Bewusstseinszustand (man weiss, dass man träumt)
2. Klarheit über die Entscheidungsfreiheit (man kann seinen Willen im Traum ausleben)
3. Keine Verwirrung des Bewusstseins
4. Klarheit der Sinneswahrnehmungen (wie im Wachleben)
5. Klarheit über das Wachleben (man weiss, wer man im Wachleben ist und was man sich für den Traum vorgenommen hat)
6. Klare Erinnerung (die Erinnerung an den Klartraum ist wie eine Erinnerung aus dem Wachleben)
7. Klarheit über die Bedeutung des Traums (schon während dem Träumen)


Quelle: Klartraum-Wiki.de/Klarheit


Für einen Klartraum nach seiner Definition müssen die ersten drei bis vier Kriterien zwingend erfüllt sein, die weiteren sind optional. Diese Definition hat sich nicht allgemein durchgesetzt. In der wissenschaftlichen Literatur und im allgemeinen Sprachgebrauch spricht man von einem Klartraum, wenn Kriterium 1 erfüllt ist.


Egal ob alle 7 oder gar kein Kriterium erfüllt ist. Träume sind immer genial!

Dienstag, 19. Januar 2016

Helfen Klarträume gegen Albträume?

Gegen die Albträume kann man das Klarträumen wunderbar einsetzen. Wenn man im Traum weiß, dass man träumt, verliert alles den Schrecken. Was soll einem schon passieren, wenn man weiß, dass sowieso alles geträumt ist?

Dialog statt Kampf

Der Psychologieprofessor Paul Tholey hat eine Methode entwickelt, wie man am effektivsten mit feindseeligen Traumgestalten umgehen kann. Statt die Albtraumgestalt zu bekämpfen empfielt er, im Traum innezuhalten und die Gestalt fest anzusehen und sie zu fragen: Wer bist du? Wie kann ich dir helfen? Auf diese Weise ist es möglich, den inneren Konflikt, der den schlechten Traum auslöst, konstruktiv zu lösen, so dass der Albtraum nicht wiederkommen muss.

Wissenschaftlich erwiesen

In klinischen Studien wurde überprüft, wie effektiv das luzide Träumen gegen Albträume wirkt. In allen Studien verschwanden die Albträume vollständig. Untersucht wurden Patienten, die stark unter ihren nächtlichen Träumen litten. In allen Fällen besserte sich die Situation deutlich. In einer Studie berichteten vier von fünf Versuchspersonen nach einem Jahr, gar keine Albträume mehr zu haben. Bei der verbleibenden Person traten beängstigende Träume deutlich seltener und weniger intensiv auf.

Siehe auch:
Dialog mit der eigenen Psyche - Eine Anleitung zum Umgang mit feindseligen Traumgestalten

Studien zum Thema Bekämpfung von Albträumen durch luzide Träume
The nightmare of returning home: a case of acute onset nightmare disorder treated by lucid dreaming
Nightmares in crisis: clinical applications of lucid dreaming techniques
Lucid dreaming as a treatment for recurrent nightmares

Montag, 18. Januar 2016

Was passiert, wenn man im Traum stirbt?

Träume sind etwas sehr individuelles. Jeder träumt auf seine Weise.




Dass man automatisch aufwachen würde, wenn man im Traum stirbt, wird oft behauptet. Es stimmt aber nicht. Manche wachen auf, wenn sie im Traum sterben. Andere träumen z.B. weiter und schweben als Geist durch die Traumszenerie oder träumen von der anderen Seite, dem Jenseits, dem Himmel oder was man sich darunter vorstellen will.


Man kann auch im sogenannten Void, einer Art traumloser Leere landen oder eins werden mit der Traumszenerie.



Siehe auch:
Paul Tholey und Stephen LaBerge im Interview

Kann man einen Traum in einem Traum haben?

Es ist mir schon mehrmals passiert, dass ich eingeschlafen bin und dann irgendwann geträumt habe, dass ich mich ins Bett gelegt hätte. Ich bin in diesen Träumen dann auch tatsächlich eingeschlafen. Die darauf folgenden Träume waren sogar klar. Es gelang mir problemlos bewusst in den Traum zu gelangen. Diese Klartraumtechnik würde man dann wahrscheinlich geträumten WILD nennen.
Ein Traum war sogar so lange, dass ich aus diesem zweiten Traum aufwachen konnte und wieder im ersten Traum war.

Falsche Erwachen

Ähnlich sind die Flschen Erwachen: Man schläft und träumt, dass man aufgewacht wäre. Das kann sich mehrmals wiederholen. Als Klarträumer ist es deshalb ratsam, nach jedem Aufwachen einen Reality Check zu machen. So kann man das Falsche Erwachen für einen Klartraum nutzen.

Siehe auch:
Falsches Erwachen

Donnerstag, 14. Januar 2016

Kann man eine ganz bestimmte Erinnerung im Klartraum wiedererleben?

In einem Klartraum, also einem Traum, in dem man sich bewusst darüber ist, dass man gerade träumt, hat man theoretisch absolute Handlungsfreiheit. Man kann bewusst alles versuchen, was man will.
Eine andere Sache ist die Steuerung der Umgebung. Der Traum hat trotzdem noch ein Eigenleben und eigene Gesetze, die auch bei jedem Träumer anders sind. Manche Träumern gelingt es auf Anhieb, den Himmel lila zu zaubern oder auf fremde Planeten zu fliegen. Andere brauchen dafür mehrere Klarträume Übung.

Wenn man eine ganz bestimmte Szene wieder erleben möchte, bietet sich die Technik Breaking down the wall an. Hierbei stellt man sich auf eine ganz bestimmte Art und Weise bei Einschlafen (nach dem WBTB) immer wieder eine ganz bestimmte Szene vor, bis man sich in dieser tatsächlich wiederfindet.

Träumt man eigentlich in Farbe oder in schwarz-weiß?

Seit ich mich erinnern kann, träume ich in Farbe. Als ich 14 Jahre alt war, habe ich zum ersten Mal davon gehört, dass Menschen angeblich in schwarz-weiß träumen sollen. Doch woran liegt das?

Diese Untersuchungen, dass Menschen angeblich nur in Grautönen träumen, sind schon recht alt. Deshalb kannten alle Teilnehmer nur Schwarz-Weiß-Fernsehen oder wuchsen zumindest ohne Farbfernsehen auf. In neueren Studien, wie der von Eva Murzyn von der Universität Dundee, zeigt sich ein interessantes Bild: Jüngere Menschen, die mit Farbfernsehen aufgewachsen sind, träumen zu über 95% in Farbe. Sind die Teilnehmer aber älter als 55 Jahre, erinnern sich auch heute noch 25% der Befragten daran, in schwarz-weiß zu träumen.

Ob die Befragten tatsächlich in schwarz-weiß träumen, oder ob das Gehirn im Nachhinein die Erinnerung entfärbt, kann man schlecht herausfinden.

Siehe auch:
Stefan Klein - Träume: Eine Reise in unsere innere Wirklichkeit

Dienstag, 12. Januar 2016

Was ist der Sinn der Reality Checks?

Die wahrscheinlich verbreitetste Methode, das Klarträumen zu lernen, sind die Reality Checks. Diese Technik geht davon aus, dass man alles, was man tagsüber regelmäßig macht, irgendwann auch im Traum durchführt. Deshalb gewöhnt man sich tagsüber an, regelmäßig zu überprüfen, ob man gerade träumen könnte. Wenn du jetzt träumen würdest, woran würdest du es erkennen?

Die Gesetze der Traumwelt

Wenn man sich im Traum die Nase zuhält und einatmet, dann kann man trotzdem atmen. Meistens spielen auch Texte verrückt, wenn man sie mehrmals liest. Es ist zwar bei allen anders, aber meistens passiert etwas ungewöhnliches: Manchmal sind Buchstaben spiegelverkehrt oder die Wörter ergeben einfach keinen Sinn. Oder ein gerade gelesener Satz ist plötzlich verschwunden.
Jedenfalls können uns die Reality Checks relativ zuverlässig beantworten, ob wir gerade träumen oder nicht. Und wenn man jeden Tag zwischen 10 und 30 Reality Checks macht, wird es nicht lange dauern und man wird davon träumen, dass man einen RC macht.

Reality Checks richtig anwenden

Deshalb ist es wichtig, die Reality Checks wirklich kritisch und mit ganzer Aufmerksamkeit zu machen und wirklich darüber nachzudenken, ob man gerade träumen könnte. Man sollte regelmäßig jeden Tag und gleichmäßig über den Tag verteilt die Reality Checks machen, so dass sich wirklich eine Gewohnheit einstellt.
Schlau ist es, sich bei jedem RC noch einmal daran zu erinnern, was man in seinem nächsten Klartraum am liebsten machen möchte. So stellt man sich geistig auf das nächste Klartraumabenteuer ein. Wenn man im nächsten Traum erkennt, dass man gerade träumt, kann man sofort mit seinem Vorhaben anfangen.

Was ist der Unterschied zwischen induced und initiated?

Initiated beschreibt den Anfang der Träume

WILD und DILD sind strenggenommen keine Klartraumtechniken, sondern beschreiben, wie man in einen Klartraum gelangt: Waking Initiated Lucid Dream und Dream Initiated Lucid Dream,  also ein Klartraum, den man aus dem Wachleben beziehungsweise dem Traum gestartet hat.
Die Techniken, wie man diese Träume erzeugt heißen Klarheit gewinnende Techniken und Klarheit bewahrende Techniken.

Induced beschreibt den Auslöser für den Klartraum

Bei MILD steht das I für induced, also 'erzeugt durch': Mnemonic Induced Lucid Dream,  also frei übersetzt ein Klartraum, den man durch seine Erinnerung erzeugt hat. Hier geht es darum, was den Traum ausgelöst hat.
Genauso verhält es sich beim Hypnotic Induced Lucid Dream und beim Finger Induced Lucid Dream.

Siehe auch:
Beschreibung der MILD-Technik
DILD-Klarträume
WILD-Klarträume
Finger Induced Lucid Dream, nach seinem Erfinder Haggart HILD genannt




Sind Klarträume auch so erholsam wie normale Träume

Meiner Erfahrung nach: Ja.
Ich wache nach einem Klartraum richtig gut erholt auf.
In der gesamten Literatur und in der Community ist mir auch nichts Gegenteiliges aufgefallen.

Kann man als Klarträumer auch normal träumen?

Ja. Auch als erfahrener Klarträumer hat man immer noch viele normale Träume.

Man träumt quasi die ganze Nacht. Am intensivsten träumt man während der REM-Phase, die ca. 4-6 Mal pro Nacht vorkommt. Ein durchschnittlicher Klarträumer hat zwischen 0,5 bis 2 Klarträume pro Woche. Das heißt, etwa 2 von durchschnittlich 35 Träumen sind klar. Das sind gerade mal 3,5 %bis 14%.

Wenn man aus irgend einem Grund genug von den Klarträumen hat, dann reicht es aus, einfach die Klartraumtechniken nicht mehr durchzuführen.

Was sind das für Geräusche, die man beim WILD hört?

Bei der Klartraumtechnik WILD versucht man, geistig wach zu bleiben während der Körper einschläft. Paul Tholey nennt dieses Vorgehen auch "Klarheit bewahrende Techniken".

Man legt sich in sein Bett und entspannt seinen Körper und lässt ihn in den Schlaf abdriften. Idealerweise hat man vorher zwischen 4 und 7 Stunden geschlafen und war etwa eine halbe Stunde wach (WBTB).
Wenn man geistig immer näher an den Schlaf kommt, können sogenannte Hypnagogien eintreten. Das Gehirn ist nicht mehr so richtig wach, schläft aber auch noch nicht so richtig. In diesem Zustand kann es vorkommen, dass man mit geschlossenen Augen Bilder sieht, etwa geometrische Figuren und Formen bis hin zu Gesichtern oder fantastischen Landschaften. Hypnagogien können jeden Sinn betreffen. Geräusche kommen ebenfalls häufig vor.

So kann es sein, dass man auf dem Weg zum Schlaf beginnt, Musik zu hören oder Stimmen oder auch einfach nur ein Brummen oder ein Pfeifen. Das ist normal. Man kann diese Hypnagogien sogar mit etwas Übung steuern, z.B. sich "telepathisch" mit den Stimmen unterhalten oder das Brummen lauter oder leiser werden lassen.

Jetzt ist man schon halb im Klartraum. Das ist ein guter Zwischenerfolg.

Montag, 11. Januar 2016

Gibt es Traumtüren?

Kann man wie in den "Silber"-Büchern von Kerstin Gier im Klartraum einfach eine Tür aufmachen und so in die Träume von anderen gelangen?

Von meiner naturwissenschaftlichen Perspektive würde ich sagen: Nein.
Wenn das so funktionieren würde, dann hätte man ja einen Beweis für die Telepathie. Es müsste ja ein Austausch von Informationen von einem Menschen zum anderen stattfinden, und zwar ohne ein uns bekanntes Medium dazu zu verwenden.
Wenn das jemand schaffen würde, und zwar glaubhaft und wiederholbar, dann könnte er sich bei James Randy eine Million US-Dollar abholen.

Aber es ist auf jeden Fall eine interessante Idee, das mal im Klartraum auszuprobieren. Auch wenn man nicht im Traum eines anderen landet, wird man auf jeden Fall eine überraschende Erfahrung machen.

Kann es sein, dass man aus dem Klartraum nicht mehr aufwachen kann?

Nein. Irgendwann wird man immer aufwachen, einfach weil der Körper ausgeschlafen hat.

Es gibt Menschen, die einen Klartraum irgendwann beenden möchten, z.B. weil sie den Traum bisher aufschreiben wollen oder weil ihnen etwas nicht gefällt. Da reicht es meistens, einfach ans Aufwachen zu denken und es sich zu wünschen und schon ist man wach.
Wenn das nicht klappt, dann kann man entweder sich nach hinten umfallen lassen oder man hält kurz die Luft an.

Wie verhindert man, dass man aus dem Klartraum rausgekickt wird?

Wie kann ich meinen Klartraum verlängern?
Stephen LaBerge beschreibt in "Exploring the World of Lucid Dreaming" zwei Ansätze, die beide funktionieren. Beide haben ihre Liebhaber und Anhänger.

1. Bewegung

Reibe die Hände aneinander, dreh dich schnell im Kreis, kreise mit den Armen...

2. Ruhe und Reizentzug

Lege dich im Traum auf den Boden und schließe die Augen. Bleibe eine Weile so liegen und nach kurzer Zeit wirst du dich in einer stabileren Traumumgebung widerfinden.

Nun geht es darum, sich vorzunehmen, sofort nach dem Klarwerden eine dieser beiden Techniken anzuwenden.

Siehe auch:

http://www.klartraum-wiki.de/wiki/Stabilisierungstechniken

Kann man sich im Klartraum eine eigene Welt aufbauen?

Kann man im Klartraum sowas wie eine zweite Welt betreten? Eine Welt, die über mehrere Nächte oder sogar über richtig lange Zeit konstant bleibt? Ich könnte in einer Nacht einen Stein umschubsen und im Traum in der nächsten Nacht läge der Stein dann noch so, wie ich in die Nacht vorher hingelegt hätte?

Sowohl von meinen eigenen Klar- und Trübträumen als auch von den Berichten aus der Community wüsste ich nicht, dass das funktionieren könnte. Bei mir selbst sind alle Träume nicht miteinander verbunden, weder thematisch noch örtlich.
Aus der Community kenne ich Fortsetzungsträume, die z.B. über mehrere Nächte vom gleichen Thema handeln oder am gleichen Ort spielen. Aber hierbei ähneln sich die Plätze lediglich.

Eine andere Frage ist auch: Wäre das wünschenswert? Würde ich eine Traumwelt wollen, die genau so konsistent ist wie meine Wachwelt? Ich finde gerade das Tolle am Klarträumen, dass das gerade nicht der Fall ist und jeder Traum mich aufs Neue wieder überrascht.

Wieso funktionieren Lichtschalter im Traum nicht?

Im Traum machen Lichtschalter häufig komische Sachen. Manchmal haben sie eine Zeitverzögerung, manchmal funktionieren sie garnicht. Deshalb kann man es sogar als Reality Check oder als Traumzeichen verwenden.
Jedes Mal, wenn man einen Lichtschalter bedient kann man sich denken: Wenn er nicht funktioniert, dann ist das ein Traum!
Sicherheitshalber sollte man nach diesem Reality Check noch einen weiteren durchführen, z.B. versuchen, durch die zugehaltene Nase einzuatmen. Wenn das klappt, dann befindet man sich ein einem Traum.

Aber warum reagieren Lichtschalter im Traum so merkwürdig?
Sollte man das psycholgisch deuten? Ist der Lichtschalter ein Symbol für die Sexualität und will einem sein Unbewusstes mitteilen, dass man Angst davor hat, impotent zu sein? Keith Hearne, der 1975 als erster das Klarträumen wissenschaftlich bewiesen hat, erklärt es ganz anders: Der komplexe Vorgang, im ganzen Raum Licht anzuschalten überfordert unser Gehirn. So schnell kann es die Traumszenerie nicht ändern.
Ich finde das sehr unspektakulär, aber auch sehr plausibel.


Muss man sich vor Klarträumen fürchten?

Nein.
Klarträume sind ja Träume, bei denen man sich noch beim Träumen darüber bewusst ist, dass man gerade träumt. Und wenn man das weiß, was soll einem noch geschehen? Es ist ja nur ein Traum.

Der Psychologieprofessor Paul Tholey hat einen großartigen Leitfaden  verfasst, wie man mit feindseeligen Traumfiguren umgehen kann. Wenn man diesen befolgt, dann wird die Traumfigur fast immer sofort freundlich und kooperativ.

Vor einigen Jahren gab es einige Berichte von Leuten, die angeblich sehr schlechte Erfahrungen mit dem Klarträumen gemacht hätten. Bei diesen Berichten gab es auffallend häufig Gemeinsamkeiten:

1. Sie haben sich grottig eingelesen. Zu dieser Zeit kursierte ein richtig, richtig schlechtes Klartraum-Tutorial auf 9gag. Wenn man sich gut einliest und vielleicht noch die Erfolgsgeschichten von anderen Klarträumern durchliest, (z.B. im Klartraumforum.de gibt es eine Rubrik für registrierte Nutzer) dann kann nichts mehr schief gehen.

2. Die betreffenden Personen glaubten an Dämonen und geistige Wesen. Für uns Europäer mag das vielleicht etwas befremdlich klingen, aber in den USA gibt es, vor allem im Bible Belt deutlich mehr Leute, die an so etwas glauben. Wenn man in so einem angstgeladenen Klima aufwächst, können sich wie bei einer selbsterfüllenden Prophezeiung solche Ängste im Traum manifestieren. Wenn man sich aber gut einliest, z.B. mit dem oben verlinkten Artikel von Paul Tholey, kann man diesen Erscheinungen konstruktiv begegnen, so dass sie sich auflösen.

3. Die Schlafparalyse selbst ist ein harmloses Phänomen, das jede Nacht 4-6 Mal ganz natürlich auftritt. Dabei senkt das Gehirn den Muskeltonus im Körper ab, so dass man seine Träume nicht ausagiert. Ganz selten passiert es Klarträumern, dass das Gehirn noch halb wach ist und der Körper schon halb eingeschlafen ist und man den Körper nicht bewegen kann. Wenn man aber weiß, dass das ein gutes Zeichen ist und man schon halb im Klartraum, dann verliert dieser Zustand seinen Schrecken und man weiter in Richtung Klartraum abdriften.
Das tritt allerdings selten auf. Ich habe in meiner zehnjährigen Klartraumerfahrung noch keine einzige erlebt. Andere Klarträumer, die schon vorher Erfahrungen mit der Schlafparalyse hatten, berichten im Klartraumforum, dass sie durch die Beschäftigung mit dem Klarträumen seltener dieses Erlebnis hatten.

Tipps und Tricks zum Klarträumen

Gibt es einige Tipps und Tricks, um das Klarträumen zu lernen?

1. Gründlich einlesen

In den Communities lese ich immer wieder von Leuten, die schon seit Monaten versuchen, das Klarträumen zu lernen und bislang noch keinen Erfolg hatten. Und meistens scheiterten sie daran, dass sie nur ein kurzes Internet-Tutorial oder ein Video angeschaut haben und so die Techniken nicht vollkommen verstanden haben.
Am besten ist immer noch das gute alte Buch, wenn man sich gründlich informieren möchte. Ich finde nach wie vor Schöpferisch Träumen von Paul Tholey am besten. Paul Tholey war Psychologieprofessor und hatte schon viele Jahre Erfahrung als Klarträumer und Klartraumlehrer bevor er sein Buch schrieb. Es ist wirklich genial geschrieben.

2. Suche dir eine Community

In vielen Großstädten gibt es regelmäßige Klarträumertreffen, bei denen man sich mit Gleichgesinnten und erfahrenen Klarträumern austauschen kann. Wenn man kein Klartraumtreffen in der Nähen hat, kann man sich auch in einer online-Community wie dem Klartraumforum austauschen.

3. Bleibe dran

Das Klarträumen zu erlernen braucht Zeit. Manche schaffen es schon in der ersten Nacht, bei anderen dauert es bis zu einem Monat. Wenn du die Techniken gewissenhaft ausführst, dann wird der erste Klartraum früher oder später kommen.
Manche machen den Fehler, sobald sich die ersten Zwischenerfolge einstellen, sich darüber zu ärgern, dass sie nicht ganz klar geworden sind und entnervt aufzugeben. Stattdessen sollte man sich über den Teilerfolg freuen und gleich doppelt motiviert weitermachen.

4. Unterschätze nicht das Traumtragebuch und das WBTB

Das Traumtagebuch ist ein sehr wichtiges, wenn nicht das wichtigste Hilfsmittel für den Klarträumer. Ganz old school, ein Stift und ein Block, ist nach wie vor am besten. Das Aufschreiben der Träume ist in beide Richtungen hilfreich: Einerseits unterstützt es die Traumerinnerung, andererseits bringt es Bewusstheit in die Träume. Ann Faraday hat ihre Klarträume sogar nur durch das Traumtagebuchschreiben bekommen.

Das WBTB ist eine sehr wirkungsvolle Hilfstechnik. Du stellst dir deinen Wecker etwas früher als sonst, etwa 1,5 bis zwei Stunden, stehst dann für mindestens eine halbe Stunde auf und legst dich dann wieder ins Bett und schläfst weiter. Durch diese Unterbrechung bringst du noch einmal zusätzliche Bewusstheit in den Schlaf. Diese Technik kannst du mit allen Klartraumtechniken kombinieren. Erste Experimente solltest du am Wochenende machen.

5. Dokumentiere deine Erfahrungen und mache sie anderen zugänglich

So trägst du dazu bei, die Klarträumerei immer weiter zu verbessern.

Unheimliches Gesicht erscheint Tausenden im Traum - oder doch nicht?

Seit 2006 soll es geschehen. Immer wieder und von allen möglichen Orten auf der Welt sollen sich Menschen melden, die von diesem unheimlichen Mann geträumt haben. Angeblich soll die Geschichte bei einem New Yorker Pychotherapeuten ihren Anfang genommen haben.

So berichtet es zumindest die Seite thisman.org. Dieser Mann hat es sogar zu einer gewissen Berühmtheit gebracht und tauchte sogar in der BILD auf.

Aber was ist dran an diesem Phänomen?

Der Besitzer der Domain thisman.org ist Andrea Natella, ein auf Marketing spezialisierter Soziologe, ebenfalls Inhaber der Seite Guerillamarketing.it.
Vermutlich versuchte sich der Autor damit einen Namen in der Marketing-Szene zu machen. Das dürfte ihm gelungen sein.

Quelle:

http://www.klartraumforum.de/forum/showthread.php?tid=8187

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